Was ist eigentlich Petroleum?

 In Ratgeber

Petroleum wird sowohl zum Heizen als auch zur gesundheitlichen Anwendung bereits seit der Antike verwendet. Bevor der Mensch sich Zugriff zu elektrischem Strom verschaffen konnte, war Petroleum das gängige Mittel zum Betreiben von Lichtquellen wie einfachen Petroleumlampen.

Unterschiedliche Bezeichnungen

Es bestehen viele Missverständnisse darüber, woraus genau Petroleum besteht, was unter anderem auf verschiedene Übersetzungsfehler zurückzuführen ist. Historisch bezeichnete „Petroleum“ das heutige Erdöl. Im amerikanischen Englisch ist die richtige Bezeichnung für das deutsche Petroleum „Kerosene“. Im Deutschen hingegen bezeichnet Kerosin lediglich besonders leichte Formen des Petroleums. Im britischen Raum ist die gängige Bezeichnung für Petroleum Paraffinöl. Eins zu eins übersetzt bleibt die Bedeutung erhalten, wird das „-öl“ jedoch bei der Übersetzung vergessen, spricht man von Paraffin, was im Deutschen wieder eine andere Substanz beschreibt.

Chemischer Hintergrund

Chemisch ist Petroleum ein flüssiges Stoffgemisch, das aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen besteht. Je nach Sorte hat es eine etwas unterschiedliche Zusammensetzung, weil es nicht nur aus einem einzelnen Stoff besteht.

In seiner heutigen Bedeutung ist Petroleum ein Produkt, das bei der fraktionierten Destillation von Erdöl gewonnen wird. Das bedeutet, dass verschiedene Bestandteile des Erdöls voneinander abgetrennt, und ein Teilgemisch daraus destilliert und somit Petroleum hergestellt wird.

Besondere Eigenschaften

Die große Besonderheit, die das Petroleum in seiner Nutzung so wertvoll macht, besteht darin, dass es wenig flüchtig, dabei aber sehr schwer entzündlich ist. Das bedeutet, dass der Frischluft ausgesetzt nur ein sehr geringer Teil davon verdampft, die Flüssigkeit demnach anders als beispielsweise Benzin sehr beständig ist.

Der Flammpunkt, also die niedrigste Temperatur, bei der der Stoff entzündlich werden kann, liegt bei Petroleum bei über 55° Celsius (vergleichbar mit Diesel). Brennstoffe wie Petroleum oder Diesel lassen sich deshalb bei Raumtemperatur nicht mit einem einfachen Streichholz anzünden. Im Vergleich dazu liegt der von Benzin bereits bei -20°. Das macht Petroleum in seiner alltäglichen Handhabung im Privatgebrauch sicherer. Dadurch, dass es weniger flüchtig ist, ist außerdem mit weniger schädlichen Ausdünstungen zu rechnen.

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