Gibt es Qualitätsunterschiede bei Petroleum?

 In Ratgeber

Beim Kauf von Petroleum ist für die meisten Verbraucher besonders die hohe Qualität des Produktes von Bedeutung. Vor einigen Jahren wurde Petroleum noch in gelblicher Farbe, teilweise verunreinigt und mit einem intensiven Geruch auf den Markt gebracht. Das ist heute längst nicht mehr der Fall. Nahezu alle Petroleumsorten sind qualitativ deutlich hochwertiger, ein beißender Gestank oder starke Verunreinigung sind auf dem heutigen Markt eigentlich nicht mehr zu erwarten. Deshalb ist es für den preiswerten, alltäglichen Gebrauch durchaus möglich, mit auf gewöhnlichem Wege im Baumarkt erhältlichem, entromantisierten Petroleum zu Recht zu kommen. Dennoch bestehen, wenn man die Produktpalette genauer unter die Lupe nimmt, nach wie vor ein paar Unterschiede zwischen den verschiedenen Produkt- und Preisklassen.

Merkmale vom Petroleum

Bei eigentlich allen Anbietern erhalten Sie schwefelfreies, nahezu vollständig geruchsneutrales Petroleum. Einige Anwender berichten jedoch bezüglich des Geruchs nach wie vor geringfügige Unterschiede. So soll das von Hytta hergestellte Petroleum beispielsweise besonders geruchsneutral sein. Besonders zu empfehlen ist außerdem Petroleum in sogenannter „Isoparaffin-Qualität“, was eigentlich nichts weiter bedeutet, als dass es sich dabei um besonders reines, geruchsarmes und in der Verbrennung sauberes Petroleum handelt (Wortherkunft: „Paraffin“ ist für seine Geruchs- und Geschmacklosigkeit bekannt).

Wer seinem Kauf jedoch keine langwierige Recherche voranstellen möchte, der kann sich an eine einfache Faustregel halten: Je gelblicher das Petroleum, umso intensiver im Geruch und umso rußender wird es sein. Diese Regel funktioniert natürlich nur, wenn auch auf den ersten Blick deutliche Qualitätsunterschiede erkenntlich sind. Bei allesamt qualitativ hochwertigen Produkten wird man genauer hinsehen müssen.

Zusatzstoffe

Daneben ist auf die hinzugefügten Zusatzstoffe zu achten. Für eine saubere Verbrennung ist darauf zu achten, dass im Petroleum keine noch so kleinen Mengen Pentan enthalten sind. Pentan ist eine niedrig siedende Flüssigkeit, die fast von selbst verdunstet und so dazu führt, dass das Petroleum nur noch mit weniger Kraft zündet. Qualitativ minderwertiges Petroleum enthält Pentan und ist deshalb zu vermeiden. Generell bietet es sich an, sich für eine Petroleumssorte zu entscheiden, die auf Zusatzstoffe verzichtet.

Besser ohne Benzon

In einigen Foren wird außerdem bemerkt, dass das Petroleum nur einen geringen Benzolgehalt aufweisen sollte, und es wird auf die Sicherheitsüberprüfungen einzelner Petroleumsorten verwiesen. Dieser Aspekt ist aber im Grunde zu vernachlässigen, da Petroleum für gewöhnlich kein Benzol enthält.

Da es sich bei Benzol um einen stark krebserregenden Wirkstoff handelt, ist seine Beifügung in der Europäischen Union und gerade in Deutschland streng reglementiert. Im hier gehandelten Petroleum liegt der Wert generell unter 0,1% und ist damit unerheblich. Sollte man jedoch besonders regelmäßig mit dem erstandenen Petroleum in engeren Kontakt kommen, lohnt es sich natürlich trotzdem, sich zuvor nochmal besonders eingehend über hochgradig gereinigte Formen des Petroleums zu informieren.

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